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Mein Gasteinerlebnis
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche "Maria, Mutter vom Guten Rat" in Böckstein
Ein Barockjuwel in Altböckstein!
Am südlichen Talschluss liegt auf einem malerischen Hügel in der Knappensiedlung Altböckstein die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Maria, Mutter vom Guten Rat“.
Der Bau einer Kirche wurde aktuell, als die Knappen bei Erzbischof Sigismund Christoph Graf von Schrattenbach (reg. 1753-1771) um ein eigenes Gotteshaus samt Seelsorger ansuchten. Der Fürsterzbischof selbst kaufte die notwendigen Grundstücke und unterstützte den Kirchenbau nachhaltig finanziell.
1764 konnte der Grundstein gelegt werden. 1765 war der Bau bereits gewölbt, mit einem Dach versehen und innen ausgemalt. Bis Pfingsten 1766 war auch die Inneneinrichtung fertiggestellt. Am 26. Juli 1767 wurde das Gotteshaus feierlich durch den Fürsterzbischof zu Ehren Mariens, der Mutter vom Guten Rat konsekriert.
Schrattenbach ließ in den Jahren nach der Weihe der Kirche noch verschiedene kostbare Ausstattungsstücke (Kelch, Ornat, Monstranz) zukommen.
Das Bauwerk
Die Pläne für das malerische Kirchlein stammten von Wolfgang Hagenauer, dem hochfürstlichen Bauverwalter. Ausgeführt wurde der Bau von dem aus Werfen stammenden Maurermeister Christian Glaner. Von außen her präsentiert sich das Gotteshaus als ein langgezogener, achteckiger Bau, der innen jedoch oval gestaltet ist. Über dem kuppelartig angelegten Dach befindet sich ein Uhr- und Glockentürmchen mit einschwingendem Spitzhelm. Gegen Osten befindet sich die zweigeschoßige Sakristei, gegen Westen die Vorhalle, an dessen geschwungenen Giebel das Stuckwappen des Fürsterbischofs angebracht ist.
Der Kircheninnenraum gliedert sich in acht Nischen mit großen Fenstern. Jene Nischen in den Diagonalen sind mit Emporen versehen. Die rückwärtige Nische im Westen ist zur Orgelempore geöffnet. Die Wandpartien dazwischen werden jeweils von flachen Pilastern mit einfachem Blattstuck im Kapitellbereich eingefasst.
Die Fresken
Das beeindruckende Fresko in der Kuppel der Kirche schuf der Augsburger Maler Johann weiß und stellt die Legende des Gnadenbildes von Genazzano dar. Engel tragen das Gemälde, begleitet von tanzenden Putti, in das Gotteshaus von Genazzano. An den Stufen zum Heiligtum sitzen oder stehen Pilger, Krüppel, Lahme und andere der Hilfe Bedürftige. Im rechten Teil des Freskos schließen sich ein Berg mit Stollen und dabeiknienden Knappen mit erhobenen und zusammengeschlagenen Händen an. Links malte Weiß eine orientalische Landschaft mit Pyramiden, Kuppelbau und Obelisken als Hinweis auf die ursprüngliche Herkunft des Gnadenbildes. Der westliche Abschnitt zeigt einen alten und einen jungen Pilger in eigenartiger Verschränkung vor einer Meereslandschaft.
Der Hochaltar
Der Hochaltar wurde 1765/66 vom Bruder des Architekten, Johann Baptist Hagenauer, geschaffen.
Die seitlichen Vasen enthalten eine Feuer- und eine Wolkensäule, die auf die Zeichen der Gegenwart Gottes beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten (Ex 13,21) hinweisen. Der Legende nach sollen die Feuer- und Wolkensäule bei der Übertragung des Gnadenbildes über dem Meer zu sehen gewesen sein.
Auf der sarkophagähnlichen Mensa befindet sich der einfache, tempiettoförmige Tabernakel. Ursprünglich haben auf ihr auch vier spätbarocke Statuetten der vier lateinischen Kirchenväter Aufstellung gefunden.
In der zentralen rundbogigen Nische des weiß-goldenen Retabels halten zwei große klassizistische Engel das von Rosa Hagenauer gemalte, ovale Gnadenbild, das von einem Strahlenkranz umgeben ist. Die rahmenden Pilaster tragen ein gerades Gebälk. Darüber leuchtet zwischen vertauscht stehenden Sprenggiebelschenkeln, umgeben von Wolken und Cherubsköpfen, gülden in einer Sonne der Name Mariens.
Die Kanzel
Ebenso von Johann Baptist Hagenauer stammt die halbrunde Kanzel, deren Korb, Rückwand, Tür und Schalldeckel durch Pilaster, Blattreihen und Blütenfestons gegliedert werden.
Die Medaillons des Korbes stellen mit ihren Symbolen die drei göttlichen Tugenden – Glaube, Hoffnung und Liebe – dar. Die Heilig-Geist-Taube im Spiegel des Schalldeckels deutet den göttlichen Ursprung des Wortes Gottes an. Am Rand des Gesimses finden sich die vier Evangelistensymbole (Engel – Matthäus; Löwe – Markus; Stier – Lukas; Adler – Johannes). Auf dem Schalldeckel wird die Erdkugel dargestellt, die von den Gesetzestafeln beherrscht wird.
Die Seitenaltäre
1776 lieferte der Rauriser Tischler Leopold Hacksteiner die Seitenaltäre. Weil sie nicht dem Gesamterscheinungsbild entsprachen, wurden sie wahrscheinlich im 19. Jh. stark verändert und der neobarocken Einrichtung angepasst. Die schlichten Gemälde wurden von einem nicht namentlich bekannten Künstler geschaffen und haben legendenhafte Episoden aus dem Leben Mariens zum Inhalt (links die Aufnahme Mariens als Tempel in Jerusalem, rechts die Vermählung mit Josef).
Figuren und Gemälde
Die qualitätvollen Kreuzwegstationen aus dem 4. Viertel des 18. Jhs., das große Kruzifix von Kaspar Bichler (1850), zwei kleine Gemälde der Bergbaupatrone Barbara und Nikolaus von Sebastian Stief (1882) und die Orgel mit ihrem neobarocken Gehäuse von Matthäus Mauracher (1895) und der 2007 aufgestellte Taufstein aus Untersberger Marmor fügen sich in idealer Weise in den Innenraum des Gotteshauses ein.
Die Kirche kann nur während der Messe betreten werden. Heilige Messe jeden Sonntag um 10.00 Uhr
Eine individuelle Besichtigung ist nicht möglich.
Anfragen zu Führungen bitte an folgende E-Mail-Adresse richten: pfarre.badgastein@pfarre.kirchen.net
Heilige Messe am Sonntag 10.00 Uhr
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