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Mein Gasteinerlebnis
Der Klassik:Sommer Gastein verbindet klassische Musik mit besonderen Orten im Gasteinertal: vom Konzertsaal bis zur Alm, vom Wald bis zur Bergkulisse. Seit 2018 arbeitet Gastein mit der Philharmonie Salzburg zusammen und bringt Musik dorthin, wo Natur und Kultur ganz nah beieinanderliegen.
Dirigentin Elisabeth Fuchs prägt das Programm seit mehreren Jahren. Im Interview spricht sie über ihre Verbindung zu Gastein und darüber, warum Formate wie Berg:Klassik und Wald:Klassik für sie so besonders sind.
Klassische Musik bekommt in Gastein einen ganz speziellen Rahmen. Denn Konzerte finden dort nicht nur im Saal statt, sondern auch in der Natur: am Berg, im Wald oder unter freiem Himmel. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel aus Musik, Landschaft und Atmosphäre, das den Klassik:Sommer Gastein von anderen Konzertformaten unterscheidet.
Formate wie Berg:Klassik und Wald:Klassik machen diesen Charakter besonders gut sichtbar. Während bei Berg:Klassik die alpine Kulisse Teil des Erlebnisses wird, steht bei Wald:Klassik die Begegnung von Musik, Stille und Natur im Mittelpunkt.
Dirigentin Elisabeth Fuchs spricht im Interview darüber, warum Gastein für sie mehr ist als ein Konzertort. Ihre Antworten zeigen, wie eng der Klassik:Sommer mit Landschaft, Publikum und den einzigartigen Spielorten im Tal verbunden ist.
Gastein schafft eine ideale Symbiose aus Natur und Kultur. Einerseits in dem, was die Natur selbst hergibt. Andererseits aber auch in dem, was die Menschen ausmacht – auf der Bühne und im Publikum. In den Jahren, in denen wir als Philharmonie Salzburg hierherkommen, sind wir eine Einheit mit dem Tal und den Gasteinern geworden. Begonnen haben wir mit Konzerten im Kursaal und in der Alpenarena. Die Alm:Klassik, die Familien:Klassik, die Berg:Klassik sowie die Wald:Klassik sind mittlerweile ganz besondere Highlights des Konzertsommers in Gastein.
An Sonnentagen in einem strahlenden C-Dur, wie Franz Schuberts große C-Dur-Symphonie. Aber auch in B-Dur wie bei Mozart. Das ist so eine „Komm lieber Mai“-Tonart. An Regentagen ist es für mich auch schön, berührend und ein bisschen dunkler. Ich spüre aber keine große Traurigkeit. Deshalb würde ich sagen: in einem G-Moll.
Da steht ein großer Wunsch drinnen: dass wir bei Berg:Klassik ein schönes Hoch über den Bergen haben, ohne dass sich irgendeine Gewitterwolke in die Nähe unseres Konzerts auf der Schlossalm verirrt. Damit wir sicher oben am Berg spielen können. Denn Berg:Klassik ist so gewaltig, dass ich wenig erlebt habe, was mich energetisch so aufgeladen hat. Die Bergkulisse, in deren Mitte ich dirigieren darf. Die Menschen, die auf der Wiese sitzen und uns zuhören – einfach genial. Und das können wir nur oben am Berg machen, wenn das Wetter mitspielt.
Weil man denken könnte, dass vielleicht Volksmusik besser als der Klassik:Sommer hierher passen könnte? Klassische Musik ist für die Menschen und das Volk. Mozart ging es nicht darum, für Eliten zu komponieren. Er hat Musik für alle gemacht. Man muss nur damit in Berührung kommen. Für mich gibt es keinen großen Unterschied. Mir geht es darum, ob mich ein Stück oder ein Komponist berührt. Die Musik, die wir im Sommer in Gastein spielen, ist für jeden geeignet. Man muss sich nur ein bisschen darauf einlassen. Wir haben ja auch schon Rock, Pop oder Filmmusik interpretiert.
Der Klassik:Sommer ist sehr vielseitig. Bei der Kammermusik kommen die Programmvorschläge von den Ensembles selbst. Bei den großen symphonischen Konzerten gehe ich sehr nach meinem Gefühl. Ich spüre in mich hinein und stelle mir vor, was gut wirken würde.
Im Kursaal in Bad Hofgastein gibt es einen Raum mit hervorragender Akustik. Für Berg:Klassik passen Werke, die mit Natur, Weite und großer Stimmung verbunden sind. Schubert war in Gastein, und C-Dur passt einfach hierher. Das ist etwas Großes. Auch Beethovens Pastorale liegt nahe, wenn man ein Naturstück im Programm haben möchte.
Absolut. Es klingt anders, weil der Raum und die Schwingungen eine große Rolle spielen. Draußen schwingt die Natur mit, zum Beispiel mit Vogelgezwitscher. Wald:Klassik ist für mich ein wahnsinnig berührendes Format, bei dem sich Natur und Musik begegnen.
Man spaziert eine halbe Stunde zu einer Stelle im Wald, wo man dann Vivaldi oder Mozart hört. Wir nehmen aus Rücksicht auf die Waldbewohner keine lauten Blechblasinstrumente mit, sondern setzen auf Streicher und Holzblasinstrumente.
Wenn man so will, werden aus dem Wald diese Instrumente erzeugt, und wir geben dem Wald über Schwingungen die Musik wieder zurück. Für mich ist Musik göttlich. Genauso wie die Natur. Und wenn man diese beiden Dinge zusammenbringt, dann ist das ein einzigartiges Erlebnis.
Gesundheit ist schon wahnsinnig wichtig. Und Zeit. Aber vor allem geht es darum, liebe Menschen zu finden, mit denen man schwingt. Wie schon Beethoven und Schiller vor 250 Jahren gewusst haben: „Eines Freundes Freund zu sein.“
Es geht um Menschen, die einem wichtig sind und denen man wichtig ist. Aber weil man eben nur beschränkt Zeit hat, sollte man auch zu etwas finden, das man gerne macht und wofür man Talent hat. Und für mich persönlich heißt das, Werke, die mich berühren, den Menschen näherzubringen.
Ich fühle mich tatsächlich so wohl, dass wir auch immer mal wieder privat Urlaub hier machen. Ich werde ja auch manchmal durch meine Tätigkeit beim Klassik:Sommer erkannt, was mich freut.
Gastein ist so schön zum Wandern, Skifahren, Bergsteigen und auch zum Abschalten. Aktuell haben wir Klettersteige für uns entdeckt. Meine Kinder machen das wahnsinnig gern. Aber auch das Angebot der Thermen, die Kulinarik, die schönen Hotels und die gemütlichen Hütten sagen mir sehr zu. Und: Es gibt keinen Ort, der musikalisch und kulturell so viel anbietet wie Bad Hofgastein.
Ein Konzertbesuch lässt sich in Gastein gut mit einem Urlaub in den Bergen verbinden. Tagsüber warten Wanderwege, Thermen, Aussichtspunkte und alpine Natur. Am Abend oder an ausgewählten Spielorten wird Musik zum besonderen Urlaubserlebnis.
Ob Hotel, Pension, Urlaub am Bauernhof oder Ferienwohnung: In Gastein finden Kulturinteressierte passende Unterkünfte für einen Sommerurlaub voller Musik, Natur und Erholung.
Der Klassik:Sommer ist eine sommerliche Konzertreihe im Gasteinertal. Klassische Musik wird dabei an unterschiedlichen Orten erlebbar – vom Konzertsaal bis zu besonderen Plätzen in der Natur.
Elisabeth Fuchs ist Dirigentin und prägt mit der Philharmonie Salzburg den Klassik:Sommer Gastein.
Die Zusammenarbeit mit der Philharmonie Salzburg besteht seit 2018. Seither sind verschiedene Klassikformate entstanden.
Die Berg:Klassik ist ein Abendkonzert der Philharmonie Salzburg auf der Schlossalm in Bad Hofgastein auf über 2.000 Metern Seehöhe. Die Bergkulisse wird dabei Teil des Konzerterlebnisses.
Die Wald:Klassik verbindet klassische Musik mit der Atmosphäre des Waldes. Statt großer Lautstärke stehen natürliche Akustik, Streicher, Holzbläser und die Umgebung im Mittelpunkt.
Alm:Klassik verbindet klassische Musik mit der besonderen Stimmung auf der Alm. Das Format richtet sich an Gäste, die Natur, Bergkulisse und Musik in ungezwungener Umgebung erleben möchten.
Familien:Klassik ist ein Konzertformat, das klassische Musik niederschwellig erlebbar macht. Es eignet sich besonders für Familien mit Kindern, die Musik in entspannter Atmosphäre kennenlernen möchten.
Der Klassik:Sommer eignet sich für Kulturinteressierte, Naturfans, Familien und Gäste, die klassische Musik an besonderen Orten erleben möchten.
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