Langlaufparadies Sportgastein – The New Black

Berge! Schnee! Kaiserwetter! Skifahren und Snowboarden ist schon lange angesagt. Und Langlaufen? Holt grad auf! Und zwar enorm! Denn auf leichten Skiern durchs Hochtal gleiten ist wohl die entspannendste und forderndste Wintersportfreude, die es gibt. Und das Einkehren danach (oder davor) mindestens ebenso schön und angesagt.

Es muss nicht immer bergab gehen: Langlaufen im „Patagonien der Alpen“ ist the New Black

„Ich fahre zum Langlaufen.“ Da mögen passionierte Outdoor-Fans noch wissend verschwörerisch nicken… während die jüngere Generation eher eine Augenbraue hebt und sich ihr Snowboard oder ihre Ski anschnallt.

Langlaufen auf Höhenloipe in Sportgastein
Unter uns: Die meisten Langlaufskeptiker liegen völlig falsch. Sie müssten eigentlich auch anerkennend nicken. Denn wer nicht gerade absoluter Geschwindigkeits-Junkie ist, der sollte sich auch mal auf die zwei ganz langen Skier stellen, um über eine traumhafte ebene Schneefläche zu gleiten. Es muss ja nicht immer bergab gehen.

Mit dem richtigen Panorama ist Langlaufen ein echter Wintertraum

Was aber schon sein muss: Eine tolle Landschaft als Futter für Augen und Herz, damit das Langlaufen nicht zum öden Joggen auf Skiern gerät. Und die gibt es eben nicht in jedem x-beliebigen Langlaufgebiet. Aber im Gasteiner Tal schon. Weit hoch oben. In Sportgastein. Von einigen voller Stolz auch „Patagonien der Alpen“ genannt.

Deshalb: Wer’s mit dem Langlauf probiert, der sollte das am besten genau hier tun. Denn das Panorama in Sportgastein macht Hunger auf mehr – und damit auch auf immer noch einen Zug auf den Skiern: Ein Hochtal auf 1.600 Metern Höhen, umgeben von beeindruckenden Berggipfeln. Dazu majestätische Stille und im Sonnenlicht glitzernder Schnee, soweit das Auge reicht. Viel besser wird’s nicht.

Und dann kommt man ja auch immer wieder an ein paar Belohnungen vorbei. Etwa an Winterwanderern, die schon nach kurzer Eingewöhnungszeit aufgrund der eigenen Geschwindigkeit nur so an einem vorbeifliegen. Oder bei den Wirten, die zum herzhaften Einkehrschwung einladen.

Kaffeepause nach dem Langlaufen in Sportgastein

Erst in den Spuren der Großen fahren – und dann schön einkehren

Schließlich schmeckt nach getanem Sporteln alles nochmal so gut. Und so rein von Kulinarik und Ambiente her ist rund um die Sportgasteiner Langlauf-Loipen für alle das Passende dabei. Vom traditionell-urigen Valeriehaus bis zur retro-alpin designten Goldbergstube. Eine heiße Schokolade mit Rum lässt da glatt nochmal ganz neu die Sonne aufgehen. Wenn sie nicht eh schon über den knapp 10km Höhenloipen für klassische und Skating-Langläufern strahlt.

Langweilig wird das übrigens auch für echte Cracks nicht. So hat zum Beispiel Gasteiner Profisportler Berni Gruber hier sein Trainingsrevier. Der nordische Kombinierer – also: Experte für Langlauf und Skisprung – hat unter anderem 2010 in Vancouver Gold mit dem österreichischen Team gewonnen. Und schwört bis heute auf das Langlaufen im Gasteiner Tal.

„Sportgastein bietet für mich nicht nur die schönste Loipe Europas, auch die Streckenführung ist wie für mich gemacht“, sagt Gruber: „Dass ein Training in meiner Heimat möglich ist, weiß ich sehr zu schätzen.“ Genauso wie viele andere Eingeweihte. Die hier wirklich mal ganz buchstäblich „in den Spuren eines Stars“ fahren können, und seit kurzem sogar ganz offiziell auf der „Bernhard Gruber Olympiastrecke“. Wenn das nicht mindestens genauso spannend ist, wie auf Skiern den Berg hinunterfahren…

Copyright Text & Fotos: Nadin Brendel für Studio5640.com in Bad Gastein

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