Gastein wirkt – wissenschaftlich bestätigt

Nicht nur Kur-Gäste erzählen von der Wirkung der Gasteiner Heilmittel...

... auch die Wissenschaft hat die Wirkung bereits bestätigt. Im Forschungsinstitut Gastein werden wissenschaftliche Studien zur Erforschung der Heilmittel erstellt. Warum, in welcher Form und wie effektiv wirkt die Gasteiner Kur bei welchen Beschwerden – das sind die Fragen, die das Team des Forschungsinstituts unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Markus Ritter untersucht.

Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg

Das Forschungsinstitut Gastein ist Teil der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. Die Universität wird unter anderem vom Land und der Stadt Salzburg unterstützt. Jährlich werden am Standort Salzburg 50 Medizinstudierende zum Dr. med. univ. ausgebildet – ein in ganz Europa anerkanntes Studium.

50
Ärzte pro Jahr

Klinische Studien zur Gasteiner Kur

Im Forschungsinstitut Gastein werden unabhängige klinische Studien zu den Gasteiner Heilanwendungen durchgeführt. Ziel ist mehr Verständnis, die Qualitätssicherung und die Weiterentwicklung der Gasteiner Gesundheitsangebote. Der Fokus liegt dabei auf der Balneologie, der physikalischen Therapie, der Kur- und Rehabilitationsforschung sowie der Schmerz(therapie)forschung

Was ist die Balneologie?

Die Balneologie ist besser bekannt als Bäderheilkunde. Dabei werden therapeutische Anwendungen natürlicher Heilquellen, Heilgase und Peloide wie Torf erforscht. Balneologische Verfahren zählen mit zu den ältesten Heilverfahren, die schon im 16. Jahrhundert angewandt wurden.

Forschungsfelder des Instituts

Im Erkenntnisinteresse des Forschungsinstituts liegt natürlich das Heilmittel Radon, in all seinen Anwendungsformen wie dem Heilstollen, dem Thermalwasser oder dem Dunstbad. Rheumatische Erkrankungen, Morbus Bechterew und Gelenksarthrosen sind derzeit im Fokus. Hier wird vor allem Grundlagenforschung betrieben, um den Effekt von Radon auf die Zellkultursysteme, das Immunsystem und die Zytokine zu erforschen. Zytokine sind Eiweißstrukturen im Körper, die wichtige Funktionen in den Zellen steuern, wie beispielsweise das Wachstum oder die Zellreparatur. So konnte schon herausgefunden werden, dass das TGF-Beta Zytokin durch die Radontherapie vermehrt ausgeschüttet wird. Dadurch wird das zelleigene Reparatursystem angekurbelt, das Immunsystem kommt in Schwung und weitere entzündungshemmende Botenstoffe werden ausgesandt. 

Das Forschungsinstitut ist Teil des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie, welches sich mit der Entstehung und Entwicklung krankhaft veränderter Körperfunktionen befasst. Damit ist sichergestellt, dass die Therapiemaßnahmen in Gastein ganzheitlich erforscht werden. 

Die Unabhängigkeit wird gewahrt

Forschungsfonds

Das Forschungsinstitut Gastein verfügt über einen eigenen Forschungsfonds. Dieser vergibt Drittmittel an unabhängige Forschungseinrichtungen für Projekte, die sich mit dem Thema Radon beschäftigen. Die Begutachtung und Genehmigung der Projekte erfolgt in Zusammenarbeit mit internationalen, vom Forschungsinstitut Gastein unabhängigen, Gutachtern und Gutachterinnen.

Kooperationen

Hinzu kommen zahlreiche Kooperationen mit den Gesundheitsbetrieben und internationalen Universitäten wie die Salzburger Landeskliniken, die Paris-Lodron-Universität Salzburg, das Universitätsklinikum Graz, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und die International University of Restorative Medicine in Moskau.

Mag. Dr. scient. Med. Martin Gaisberger, wissenschaftlich-operativer Leiter des Forschungsinstitutes Gastein, erklärt kurz, womit sich das Forschungsinstitut Gastein beschäftigt

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