Morbus Bechterew: das schleichende Phantom

Sobald die Diagnose Morbus Bechterew gestellt wird, heißt es schnell handeln. So haben Betroffene die besten Aussichten, bleibende Schäden zu vermeiden. In Gastein kennt man sich mit der Behandlung dieser chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung besonders gut aus – hier befindet sich das weltweit größte Zentrum zur Behandlung von Morbus Bechterew.

Es begann schleichend. Am Anfang war es nur ein leichter Schmerz im unteren Rücken, der langsam aber stetig an Intensität zunahm, bis er plötzlich bis in das Gesäß und die Oberschenkel ausstrahlte. Das war das erste Mal, erzählt Wolfgang Sennhuber, dass er sich Sorgen gemacht hat, es könnte etwas Ernsteres sein. Besonders am Morgen und nach einer längeren Ruhepause hat es im Rücken weh getan. In der Nacht waren die Schmerzen manchmal so stark, dass sie Wolfgang Sennhuber nicht mehr schlafen ließen. Und plötzlich ließ der Schmerz wieder nach, war weniger stark. Wie ein Phantom verblasste der Rückenschmerz von Wolfang Sennhuber, nur um Wochen später mit voller Wucht zurückzukommen.

Wenn das Immunsystem Fehler macht

Dieses Phantom, das das erste Mal meist im Alter zwischen 15 und 25 Jahren in Erscheinung tritt, hat einen Namen: Morbus Bechterew. Morbus Bechterew ist ähnlich wie Rheuma eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke , die jedoch vorwiegend die Wirbelsäule und das Kreuz-Darmbein-Gelenk betrifft. Schon ägyptische Pharaonen litten unter dieser Erkrankung, die dem Rheuma ähnlich ist. Aber erst seit dem 19. Jahrhundert gilt Morbus Bechterew als eigenständige Krankheit mit definierten Merkmalen – dank der Beschreibung eines russischen Neurologen, Wladimir von Bechterew. Warum also so spät? Das liegt unter anderem daran, dass es bei Morbus Bechterew nicht das eine unverwechselbare Merkmal gibt, das die Krankheit von anderen abgrenzt. Und auch nicht den einen Grund, warum es manche Menschen trifft, und andere nicht.

Dem Körper helfen, sich selbst zu heilen

Nach der Diagnose Morbus Bechterew entschied sich auch Wolfgang Sennhuber für eine Radontherapie in Gastein – genau wie rund 25.000 andere Betroffene jedes Jahr auch. Die Schmerzen verschwanden nicht von heute auf morgen, erzählt Wolfgang Sennhuber. Doch bereits nach den ersten Anwendungen – einem Radonwannenbad und einer Ruhezeit im Gasteiner Heilstollen –, da bemerkte er erste Veränderungen. Die Schmerzen waren nicht mehr so stechend, nicht mehr so stark. Und wurden dann von Tag zu Tag ein bisschen schwächer. Da haben dann die Selbstheilungskräfte übernommen, der Körper hilft sich selbst. Heute ist Wolfgang Sennhuber weitgehend schmerzfrei. Sobald es wieder anfängt, im Rücken zu ziehen,
kommt er nach Gastein. Und hilft so seinem Körper, sich selbst zu helfen.

Sie haben Fragen zur Morbus Bechterew-Therapie in Gastein, zur Heilwirkung einer Kur oder zur Bewilligung einer Heilstollentherapie? Sehr gerne gehen wir auf Ihre individuellen Fragen ein. Schicken Sie uns dazu bitte einfach Ihre Fragen per Email an kur@gastein.com.

5 Warnsignale
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Ärztin bei der Besprechung der Kur mit der Patientin
Kurantrag
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Therapieangebote in Gastein
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