Geschichtliches über das Gasteinertal

Historisches

Geschichte und Geschichten

Historisches aus dem Gasteinertal


Geschichten aus längst vergangenen Tagen begegnen Ihnen allenthalben während Ihrer Urlaubstage im Gasteinertal. Wie sehen die Anfänge des heute weltbekannten Kurortes aus, und wie seine Entstehungsgeschichte?


Das wegen seiner Thermalquellen weltbekannte Gasteinertal ist eines der seit frühen Zeiten besiedelten Tauerntäler, die ins Längstal der Salzach einmünden. Am Ende des Tales befanden sich für die Menschen, die zu Fuß oder mit Pferden Waren von Norden nach Süden und umgekehrt transportierten, zwei wichtige Paßübergänge in über 2000 m Seehöhe.


Die Römer siedelten schon vor mehr als 2000 Jahren im Gasteiner Tal und wussten wohl schon die Heilkraft des Thermalwassers zu schätzen. Die Kelten betrieben in Gastein Goldbergbau, der in den folgenden Jahrhunderten im Tal zu beträchtlichem Wohlstand und zum Aufschwung des Handels führte. Offiziell erwähnt wird der Name "Gastein" erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1203. Der Ruhm der Gasteiner Heilquellen erreichte im 16. Jahrhundert seinen ersten Höhepunkt. In den folgenden Jahrhunderten sorgten der Niedergang des Goldbergbaues und schwere Naturkatastrophen wie die Pest für einen Stillstand in der Entwicklung des Heilbades Gastein.
Erst unter dem Habsburger Erzherzog Ferdinand III. nahm die Entwicklung des Bades wieder einen neuen Aufschwung, den Kaiser Franz I. mit großem Nachdruck förderte. Durch die Errichtung der Tauernbahn am Beginn des 20. Jahrhunderts war der bis dahin nur mit dem Pferdefuhrwerk erreichbare Kurort nunmehr leicht erreichbar. Gastein wurde zum Ort großer europäischer Politik, in Bismarcks Zeiten war Gastein das "Bad der Diplomaten"!
Zahlreiche illustre Gäste wie Kaiser Franz Josef I. und seine Gemahlin Kaiserin Elisabeth, Fürst Bismarck, Grillparzer, Schubert, Schopenhauer und viele andere verschafften dem Gasteiner Heilbad den Ruf eines modernen Weltbades.
Nach starken Einbrüchen, hervorgerufen durch die Kriege des 20. Jahrhunderts, begann man schon im Winter 1945/46 mit der Errichtung eines Skiliftes am Graukogel. Damit war für das Gasteinertal eine neue Ära eingeläutet: die des Wintersports.


Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, um die sich viele Geschichten ranken, bieten Einblicke in die historische Entwicklung des Tales. So zum Beispiel die "Entrische Kirche", Ort geheimer Versammlungen von Protestanten in der Zeit der Verfolgung, die Burg Klammstein, die Kirche "Zu unserer Lieben Frau" in Bad Hofgastein, die zu den schönsten und größten gotischen Baudenkmälern im Land Salzburg gehört oder die Nikolauskirche, die das älteste Baudenkmal des Gasteiner Tales ist.
Begeben Sie sich auf die Spuren der "Säumer" oder versuchen Sie sich einmal beim Goldwaschen! Gestalten Sie Ihre ganz persönliche, spannende Entdeckungsreise im Gasteinertal.
Jeden Mittwoch um 15.30 Uhr Historischer Rundgang - Auskunft direkt im Gasteiner Museum unter: +43 (0)6434 3488